Skulpturengarten - Wolf Spemann - Wiesbaden




Liebe Kunstfreunde!  

Gerne möchte ich  Ihnen folgende Neuerscheinung ankündigen.  

Mit  dem Titel „Skulpturengarten - Wolf  Spemann - Wiesbaden“ beschreibt die Kunstwissenschaftlerin  Dr. Anja Cherdron -Modig das Ensemble meiner Skulpturen im Garten, die Vorsitzende der „Kunstarche Wiesbaden e.V.“,  Felicitas Reusch, charakterisiert meine künstlerische Haltung, und der Grafiker Patrick Bäuml setzte alles ins Bild. Im Wiesbadener  Dr. Ludwig Reichert-Verlag erscheint das Buch als erster Band der neuen Reihe „Kunstgeschichte Wiesbaden“. 

Am Dienstag, 28.Mai 2013, wird der Band um 17:30 Uhr im Beisein der Kulturdezernentin der Öffentlichkeit in unserem Garten in Wiesbaden, Schöne Aussicht 9 a, vorgestellt werden. Zu diesem Termin laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Eine gedruckte Einladung folgt Anfang Mai.

Mit den besten Grüßen vom oben genanntem Team

Ihr Wolf Spemann      

Achtes Treffen der Alumni-Initiative Kunstpädagogik am 12.02.2013


Liebe Ehemalige und Studierende des Instituts für Kunstpädagogik!

Zum Abschluss des Wintersemesters hat am Faschingsdienstag, den 12. Februar 2013 unser 8. Alumni-Treffen im Institut in der Sophienstraße stattgefunden. Diesmal hat noch Birte Metzdorf zusammen mit unserer neuen studentischen Mitarbeiterin Isabell Meyer diese Veranstaltung vorbereitet, die auch schon fotografiert hat und nun weiter ihre Aufgaben übernehmen wird. Vielen Dank an Birte und das Institut für diese Unterstützung, willkommen Isabell!

Zu Gast waren diesmal von den Professoren Georg Peez und Otfried Schütz, die wissenschaftliche Mitarbeiterin aus dem Bereich Fachdidaktik Daniela Colic und einige frühere und aktuelle Lehrbeauftragte: Dr. Kerstin Bußmann, Jens Lay, Dr. Petra Saltuari, Dr. Angelika Schmidt-Herwig und Anette Stock. Besonders gefreut habe ich mich auch über den Besuch von unserer ehemaligen Pädagogischen Mitarbeiterin Gabi Hirschhäuser, die vielen sicher noch unter dem Namen Gabi Voß bekannt ist.
Einführend berichtete Georg Peez über aktuelle Entwicklungen am Institut. Die geplante Ausschreibung der Professur für Malerei und Grafik wurde leider immer noch nicht vom Präsidium der Universität genehmigt. Zugleich sagte der Präsident in einem Gespräch zu, dass das gesamte Institut in den dritten Bauabschnitt der Universität auf dem Campus Westend integriert sei. Erste Treffen mit dem Architekten zur Planung der Räume und Werkstätten werden bald erfolgen. Die seit drei Semestern schwierige Situation der großen Bachelor-Schwemme hat sich ein wenig entspannt, da von den ursprünglich 670 eingeschriebenen Nebenfach-Studierenden inzwischen über 300 das Nebenfach gewechselt haben. Eine weitere gute Meldung konnte Georg Peez noch verkünden: Nach jahrelangen Bemühungen ist es endlich gelungen, dass auch die Studierenden der Kunstpädagogik im Städel-Museum freien Eintritt erhalten.



Sommer 2012
Die Bauarbeiten für den  so genannten "Frankfurter Kulturcampus" schreiten auch voran. Beim letzten Alumni-Treffen hatten wir schon aus dem Fenster in die riesige Baustelle hinter dem Depot gesehen – nun haben wir auch den gegenwärtigen Zustand der Baugrube dokumentiert: 



Winter 2013

Direkt neben der "Kunstfabrik" soll ja ein siebenstöckiges Gebäude entstehen mit 120 Mietwohnungen und 80 Eigentumswohnungen in Passivhausbauweise und außerdem einer Tiefgarage für ca. 300 Stellplätze. Im Erdgeschoss dieses Blocks wird ein Supermarkt Platz finden - wir haben darüber berichtet und werden uns sicher auch weiter damit auseinandersetzen müssen!




Im Bericht vom 7. Treffen im Sommer 2012 habe ich auch bereits ausführlich meinen Besuch zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Hans Meyers in Ratzeburg dokumentiert. Inzwischen hatten wir weiterhin Briefe gewechselt und auf eine Postkarte von mir antwortete er im Herbst: „In dem Wiener Albertinum hätten Sie 15 Zeichnungen von mir finden können, deren Dias mit 150 weiteren Sie bald als Grafikbuch im Korvac-Verlag antreffen werden. Aber das Wort „bald“ stimmt nicht ganz, denn die Kommentare müssen noch ins reine geschrieben werden. Aber eben meine Grafiken habe ich publizistisch bisher vernachlässigt. Ein Glück, dass mein 100. vorbei ist, der Stress lohnt sich nicht.“ Und zu Weihnachten: „es ist ein großes Glück zu Weihnachten, dass ich Ihnen als gesunder Kollege Ihren lieben Weihnachtsgruß erwidern kann. Ebenso gehen meine besten Wünsche zu Ihnen hinüber. Aber auch die Hoffnung, Sie und Herrn Kollegen Legler vielleicht noch einmal wiederzusehen. Sie wissen vielleicht, dass meine Malerei aufgehört hat mit ihrem Drang. Alles hat einmal ein Ende.“ Hans Meyers hatte seine Ankündigung bei der Ausstellungseröffnung wahr gemacht und inzwischen wirklich aufgehört zu malen „weil mich nichts mehr drängt wie so viele Jahre zuvor“ schrieb er mir in seinem letzten Brief am 3. Januar. Er hatte Weihnachten mit seiner Familie verbracht und wir planten einen gemeinsamen Besuch im Frühjahr bei ihm. Doch dann erhielt ich von Wolfgang Legler die Nachricht, dass Hans Meyers am 13. Januar früh um 5 Uhr friedlich im Schlaf gestorben ist. Sein Sohn und seine älteste Tochter waren bei ihm. Ich glaube, dass ihm das Leben ohne seine tägliche Malerei nicht mehr so viel bedeutet hat und er mit seinem Ende zufrieden war.
Ein zweiter Kollege und „Gründervater“ des Instituts war bereits Anfang Dezember 2012 im Alter von 84 Jahren gestorben – Prof. Willi H. Wirth, der seit 1965 bis zu seiner Emeritierung 1993 die „Hauptklasse Malerei“ geleitet hatte und 1972 zu den Mitbegründern der Römerberggespräche gehörte. Einen lebendigen Eindruck von der damaligen Arbeitssituation im Malatelier vermittelt bis heute eine Fotowand von Barbara Klemm in der U-Bahn-Station Bockenheimer Warte.
Gute Nachrichten gibt es hingegen von einem dritten Professor der Gründergeneration – Prof. Albert Kiefer, obwohl 10 Jahre älter als Prof. Wirth, schickte er uns eine Einladung zu einer Gruppenausstellung in der Städtischen Galerie Fruchtallee in Rastatt (bis 14. April „Achtfach“). Am Telefon kündigte er außerdem an, dass wie geplant zu seinem 95. Geburtstag am 21. März 2013 eine Einzelausstellung in Rastatt stattfinden wird!

Und noch eine Gute Nachricht, die ich zufällig bei Facebook entdeckt hatte: am 22. Januar wurde Henri Fischbein geboren – Bruder von Marlene und Sohn von Tatjana Fischbein – herzliche Glückwünsche an alle!

Der kleine Henri
Das anschließende Rundgespräch verlief sehr intensiv, vielfältige Anstöße und Querverbindungen aufgrund der Alumni-Initiative wurden sichtbar. Helga Franke-Schafarczyk wurde für ihr Projekt „DER BLOCK. Demo-Basics für Occupy:Frankfurt“  von der Wochenzeitung „der Freitag“ (http://www.freitag.de) zu einem der 12 Menschen für das Jahr 2012 ausgewählt (http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/12-fuer-2012). Außerdem gratulieren wir ihr nachträglich ganz herzlich zu ihrem 70. Geburtstag!
Angelika Grünberg erzählte u.a. von ihrem Engagement im Vorstand der KunstGesellschaft, wo sie vor allem im Bereich der Bildergespräche aktiv ist, manche selbst durchführt und andere organisiert. Sie lädt alle Alumni der Kunstpädagogik herzlich zu diesen Aktivitäten ein (www.kunstgesellschaft.de). Wieder verging die Zeit sehr schnell und viele Gespräche setzten sich auch noch beim anschließenden Rundgang durch die Semesterausstellung fort…

Auch das nächste Treffen der Alumni-Initiative Kunstpädagogik ist wie immer am Ende des nächsten Semesters zusammen mit der Semesterausstellung geplant, der genaue Termin steht noch nicht fest.  Aber diesen Termin
und auch alle weiteren aktuellen Mitteilungen und Berichte der Alumni-Initiative können Sie ja jetzt als Mitglied direkt über unseren „blogspot“ abrufen und natürlich auch selbst kommentieren

Bei Interesse an der Alumni-Initiative Kunstpädagogik besteht die Möglichkeit, sich unter folgendem Link im Alumni-Portal der Goethe-Universität anzumelden:
http://alumni-portal.uni-frankfurt.de/
Außerdem sind wir auch bei Facebook aktiv – Sie finden uns dort unter
“Ehemalige des Kunstinstituts Frankfurt a.M.“




Mit herzlichen Grüßen aus der “Kunstfabrik“
Prof. Dr. Adelheid Sievert


P.S.
Am 2. März erhielt ich das von Hans Meyers versprochene letzte Buch per Post zugeschickt. Seine Tochter schrieb dazu, dass die Bücher erst einen Tag vor seinem Tod bei ihm ankamen. Er hatte so dringend auf sie gewartet, aber er hat sie nicht mehr gesehen.
So hat er aber doch auch dieses letzte Projekt noch vollständig zu Ende gebracht!


Hans Meyers: Grafik
mit 13 farbigen und 154 s/w-Abbildungen des Künstlers.
Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2013





Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 8. Treffens:
Mona Beck, Guido Blume, Dr. Kerstin Bußmann, Daniela Colic, Julia Einsiedel, Susanne Fejer, Helga Franke-Schafarczyk, Angelika Grünberg, Gabi Hirschhäuser (Voß), Jens Lay, Birte Metzdorf, Isabell Meyer, Claudia Palotas-Wagner, Prof. Dr. Georg Peez, Dr. Petra Saltuari, Prof. Dr. Otfried Schütz, Dr. Angelika Schmidt-Herwig, Prof. Dr. Adelheid Sievert, Hildegard Stephan, Anette Stock.





Mihaly Csikszentmihalyi in Rom

Vom 26. bis 28. Oktober 2012 fand der XIII. Kongress der Organisationen "Montessori Europa" mit über 400 Teilnehmenden in Rom statt. Er stand unter dem Motto "Firing the Imagination" und verband Workshops zu montessori-spezifischem Unterricht mit Vorträgen zum Kongressthema und einer Podiumsdiskussion. Keynote-Speaker war der US-amerikanische Psychologe Prof. Dr. Mihaly Csikszentmihalyi. Einblicke in das Thema der Musikerfahrung bot der niederländische Kognitionsforscher Prof. Dr. Henkjan Honing mit seinem Vortrag zum Thema "What Makes Us Musical Animals" (Universität Amsterdam). Das Kongresthema aus Sicht der Kunstpädagogik beleuchtete Alumni Prof. Dr. Georg Peez in seiner Präsentation "Imagination and Art Education" (Universität Frankfurt a.M.).

Csikszentmihalyi (früher University of Chicago, heute Claremont Graduate University in Kalifornien) ist mit seinen bahnbrechenden Untersuchungen seit Ende der 1970er Jahren ein - wenn nicht der - führende Forscher auf dem Feld der Kreativität; seine weltweit verfügbaren und in viele Sprachen übersetzten Buchtitel lauten u.a. "Kreativität" oder "Flow". Eines seiner zentralen Forschungergebnisse ist, dass ein wichtiges Element jedes kreativen Prozesses der sogenannte "Flow" ist, es ist die Freude am Tun, indem man sich in seiner Tätigkeit verliert und hierbei Raum und Zeit vergisst. "Flow" ist unmittelbar mit intrinsischer Motivation und Kreativität gekoppelt. Maria Montessori nannte dieses Phänomen "Polarisation der Aufmerksamkeit". Csikszentmihalyi untersuchte ferner ästhetische Erfahrungen und schrieb in seinem Buch "The Art of Seeing" (1990): "Die ästhetische Erfahrung ist als eine Ausprägung des Flow zu betrachten oder als eine optimale Erfahrung, verwandt mit vielen ähnlichen Erfahrungen, die ähnliche Strukturmerkmale aufweisen - , Konzentration, das Gefühl von Kontrolle und Freiheit durch die Balance von Herausforderungen und Fähigkeiten sowie eine Weiterentwicklung von bedeutungsvoller Komplexität."
Während des Kongresses ergab sich bei einer Podiumsdiskussion, aber auch in informellen Gesprächen am Rande ein Austausch zwischen Mihaly Csikszentmihalyi und Georg Peez (s. Foto) zu unterschiedlichen Themen der Bezüge zwischen Pädagogik, Kreativität und Kunst. Die Authentizität und Überzeugungskraft, mit der der fast 80-jährige Csikszentmihalyi seine Thesen vertrat und erläuterte, waren sehr beeindruckend. 


Siebtes Treffen der Alumni-Initiative Kunstpädagogik am 10. Juli 2012 und 100. Geburtstag von Prof. Hans Meyers





Liebe Ehemalige und Studierende des Instituts für Kunstpädagogik!

Am Dienstag, den 10. Juli 2012 hat unser 7. Alumni-Treffen stattgefunden, und auch diesmal hat Birte Metzdorf als „unsere“ studentische Mitarbeiterin die Veranstaltung vorbereitet, betreut und natürlich auch fotografiert!

Zu Gast vom „Lehrkörper“ des Instituts waren diesmal Professor Georg Peez sowie die Frankfurter Künstlerin Lucie Beppler, die in diesem Semester die Dozentur Grafik vertreten hat und zahlreiche aktuelle und ehemalige Lehrbeauftragte aus den Museen, die sicher vielen Ehemaligen bekannt sind: Kerstin Bußmann, Jens Lay, Irmi Rauber, Angelika Schmidt-Herwig sowie Eva-Maria Kollischan, die ja in den letzten Semestern die Dozentur Grafik vertreten hatte und unserem Institut schon seit langem verbunden ist. Die usbekische Gastwissenschaftlerin Muhayyo Mirzaeva war ebenso da wie Joachim Menniken, den sicher auch noch einige „Ehemalige“ kennen. Besonders gefreut habe ich mich auch über den Besuch von Katja Hergenhahn, die seit zwanzig Jahren mit ihrem Improvisationstheater die Szene in und um Frankfurt bereichert.

Wie schon auf der Fotocollage zu erkennen ist- der Blick aus dem Institutsfenster weist auf „Neues“ hin: Direkt neben dem Institutsgebäude auf dem großen Parkplatz an der Gräfstraße wird seit einigen Monaten eine Baugrube ausgehoben. Hier sind die ersten Anzeichen des so genannten "Frankfurter Kulturcampus" zu sehen. Denn wenn die Goethe-Universität vollständig ins Westend gezogen sein wird, werden in die Universitätsgebäude u.a. die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sowie zahlreiche andere Kulturinstitutionen, darunter die Junge Deutsche Philharmonie und das Musik-, Theater- und Tanzlabor "Frankfurt Lab" auf diesem Campus neu angesiedelt. Neben dem Institutsgebäude entsteht derzeit ein siebenstöckiges Gebäude, in dem in Passivhausbauweise 120 Mietwohnungen und 80 Eigentumswohnungen untergebracht werden; plus einer Tiefgarage für ca. 300 Stellplätze. Im Erdgeschoss dieses Wohnungsblocks wird ein Supermarkt Platz finden. Für die Lehrveranstaltungen am Institut heißt dies allerdings: über Jahre ständiger Baulärm direkt gegenüber, wodurch die Lehrveranstaltungen schon jetzt leiden.


Dieser Dienstag, der 10. Juli 2012, war jedoch nicht nur der Tag der Semesterausstellung, sondern zugleich auch der Tag des 100. Geburtstags des Gründers des Frankfurter Instituts Professor Hans Meyers! Aus diesem Anlass hatte ich eine kleine Bilderschau vorbereitet, die anschaulich zeigt, wie aktiv und lebendig Hans Meyers meinen „alten“ Hamburger Kollegen Wolfgang Legler (der „zufällig“ am gleichen Tag Geburtstag hat!) und mich bei unserem ersten Besuch in seiner Atelierwohnung in Ratzeburg empfangen hatte und uns dann über mehrere Stunden Bilder aus seinem Archiv und aus seiner aktuellen Produktion erläuterte! Ich hoffe, dass es mir gelingt, diese PP-Präsentation auf die Internet-Seite des Instituts zu stellen.
Sein neuestes Buch konnte ich bereits frisch gedruckt und gebunden zur Ansicht herumgeben!
Hans Meyers: Das Spätwerk seiner Malerei.
Aus Anlass seines hundertsten Geburtstags
Mit 50 farbigen und 50 s/w-Abbildungen des Künstlers
Sowie 50 Abbildungen in der Einführung von Prof. Dr. Wolfgang Legler
Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2012




Am Samstag, den 14. Juli wurde im Ratzeburger Seniorenwohnsitz von Professor Meyers seine Jubiläumsausstellung „100 Jahre – 100 Bilder“ feierlich eröffnet, bei der Wolfgang Legler (Uni Hamburg) in seinem Festvortrag Leben und Werk des Jubilars kommentierte und ich mit einem Grußwort auch die Glückwünsche der Frankfurter Institutsmitglieder und einiger Alumni überbracht habe (siehe unten!).




Als ich Herrn Meyers die Grafik mit unseren Grüßen überreichte, fragte er nach herzlichem Dank an alle „Bin ich jetzt dran?“ und begab sich sofort selbst auf die Bühne an das Rednerpult, wo er in einem spontanen Vortrag die zahlreich versammelten Festgäste humorvoll in die ursprüngliche Bedeutung einer Vernissage einführte und die Entstehung seiner Bildvorstellungen an mehreren Beispielen entwickelte! Allerdings kündigte er an, dass er wegen eines Augenleidens in Zukunft nicht mehr malen würde, stattdessen jetzt ein Buch über seine Grafik plane.




Nachdem er noch ein frisch gemaltes Bild des Ratzeburger Doms enthüllt und dem Bürgervorsteher der Stadt Ratzeburg für das Rathaus überreicht hatte, öffneten sich die Türen zur Ausstellung der 100 Bilder im großen Foyer, in dem auch – neben einem reichhaltigen Büffet  – das neue Buch zur Ausstellung bereits auf die vielen Gäste wartete! Unter den Gästen waren zahlreiche ehemalige Studentinnen und Studenten von Hans Meyers sowie ehemalige Schülerinnen und Schüler aus seiner Malgruppe, mit denen er offenbar immer noch in regen Kontakt steht.
Und hier mein „Grußwort“:

Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung 100 Jahre – 100 Bilder
Lieber sehr verehrter Herr Kollege Professor Meyers,
im Anschluss an diese Darstellung von Professor Wolfgang Legler aus Hamburg überbringe ich Ihnen ganz herzliche Grüße von Ihrem „alten“ kunstpädagogischen Institut an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Wir beide haben uns dort zum ersten mal 1984 getroffen, als ich gerade auf die Professur für Kunstpädagogik berufen worden war – ich war damals 40 Jahre, Sie 72 und damit war endlich Ihre Nachfolge im Institut wieder besetzt.
Mit der Integration der Lehrerbildung in die Universität hatten Sie seit 1960 dieses Institut aufgebaut und ausgebaut – von zuerst einer Professur und 20 Studenten zu einem  der großen Institute unseres Faches mit 7 Professuren und um die 800 Studierenden in den siebziger und achtziger Jahren!
Auch nach Ihrer Emeritierung im Jahr 1977 waren Sie jede Woche im Hause – ich glaube donnerstags – denn da war Ihre Vorlesung, die Sie ja noch regelmäßig jedes Semester angeboten haben, bis Sie 1992 Ihren Umzug hierher nach Ratzeburg vorbereitet haben – da waren Sie inzwischen 80 Jahre und hatten insgesamt 30 Jahre an diesem Institut geforscht und gelehrt (17 Jahre bis zur Pensionierung, danach noch weitere 13 Jahre – in denen Sie aber vor allem auch intensiv figürlich gemalt haben – ich war einmal bei Ihnen in Ihrem Atelier in Darmstadt eingeladen…)
Inzwischen ist auch schon mein Nachfolger Professor Georg Peez berufen worden und er gehört zu den Studenten, die sich noch gut an Ihre besonderen Vorlesungen erinnern – in der Alumni - Zeitung der Goethe-Universität ist gerade seine Gratulation zu Ihrem 100. Geburtstag  erschienen, in der er ein persönliches Erlebnis mit Ihrer Lehrmethode dargestellt hat.
Prof. Peez hat auch dafür gesorgt, dass ich hier nicht mit leeren Händen stehe sondern Ihnen  eine Druckgrafik einer heutigen Bachelor -Studentin  des Faches Kunst in Frankfurt - Frau Giuseppina Grimaldi –  mit den herzlichen Glückwünschen aller Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des heutigen Instituts überbringen kann.
Da an Ihrem Geburtstag am Dienstag gerade die Semesterausstellung eröffnet wurde, zu der auch immer Ehemalige des Instituts kommen – diese Alumni-Treffen habe ich bei meiner eigenen Emeritierung vor 3 Jahren eingeführt – haben auch einige der Ehemaligen mit unterschrieben, die Sie noch persönlich in ihrer Vorlesung  in den 80er Jahren erlebt haben.
Sie sind der erste hundertjährige Professor der Kunstpädagogik, und mit der Ausstellung Ihrer hundert Bilder zu diesem Festtag geben Sie uns Nachfolgenden ein unvergleichliches Beispiel von großer Kreativität im hohen Alter, das uns allen Mut macht, Ihnen nachzueifern. Auch dafür danke ich Ihnen sehr.

Adelheid Sievert

 
















                       Die beiden Fachkollegen und Festredner Adelheid Sievert und Wolfgang Legler



Das nächste Treffen der Alumni-Initiative Kunstpädagogik ist wie immer am Ende des nächsten Semesters zusammen mit der Semesterausstellung geplant, der genaue Termin steht noch nicht fest.  Aber diesen Termin
und auch alle weiteren aktuellen Mitteilungen und Berichte der Alumni-Initiative können Sie ja jetzt als Mitglied direkt über unseren „blogspot“ abrufen und natürlich auch selbst kommentieren
http://alumni-initiative-kunstpaedagogik.blogspot.com/. Aktuelles finden Sie auch immer unter unserer Facebook-Seite „Ehemalige des Kunstinstituts Frankfurt a.M.“.

Bei Interesse an der Alumni-Initiative Kunstpädagogik besteht die Möglichkeit sich unter folgendem Link im Alumni-Portal der Goethe-Universität anzumelden:
http://alumni-portal.uni-frankfurt.de/

Mit herzlichen Grüßen aus der “Kunstfabrik“
Prof. Dr. Adelheid Sievert