Zehntes Treffen der Alumni-Initiative am 11. Februar 2014



Liebe Ehemalige und Studierende des Instituts für Kunstpädagogik!


Zum Abschluss des Wintersemesters hat am Dienstag, den 11. Februar 2014 unser 10. Alumni-Treffen im Institut in der Sophienstraße stattgefunden – das war natürlich ein Grund zum Feiern! Vor 5 Jahren hatte ich ja an meinem letzten Seminartag, der zufällig zugleich mein 65. Geburtstag war, die Gründung der Alumni-Initiative für die Kunstpädagogik angekündigt – insofern konnten wir nun zugleich noch mit etwas Sekt auf meinen gerade überstandenen 70. Geburtstag anstoßen.

Birte Metzdorf hat bereits zu Beginn des Wintersemesters wieder tatkräftig die Unterstützung der Alumni-Organisation übernommen, nachdem sie im Herbst alle ihre Prüfungen sehr erfolgreich abschließen konnte. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Direktorium wird sie dies auch im kommenden Semester fortsetzen können. Sie hat wieder bei unserem Treffen fotografiert und damit auch diesen Bericht illustriert.
  
Zu Beginn konnte ich erneut herzliche Grüße von unserem ältesten Alumnus Professor Albert Kiefer übermitteln, der weiterhin täglich künstlerisch an seinen Erinnerungsbildern arbeitet. Eine Ausstellung im Frühjahr in Bad Rotenfels ist in Vorbereitung – wir werden die Einladung rechtzeitig über unseren Verteiler an alle verschicken! 

Anschließend berichtete Georg Peez über aktuelle Entwicklungen am Institut. Wie schon seit langem lautet die offizielle Ankündigung der Universität, dass das Institut für Kunstpädagogik 2017 auf den Campus Westend ziehen wird. Noch letzten Sommer sagte der Präsident in einem Gespräch zu, dass das gesamte Institut in den dritten Bauabschnitt der Universität auf dem Campus Westend integriert sei. Zugleich gibt es aber auch alternative Erwartungen, so dass es weiter spannend sein wird, die Entwicklung des Instituts zu verfolgen. Tatsache ist, dass der schon seit über zwei Jahren beantragte Master-Hauptfach-Studiengang, der den Magisterstudiengang ersetzen soll, bisher nicht genehmigt wurde. Außerdem wird das Provisorium weiter fortgeschrieben, dass die Dozentur für Grafik sowie die Professur für Malerei vertreten werden – dies bereits seit über fünf Jahren. Zugleich werden beide Bereiche sehr qualifiziert und engagiert betreut durch Lucie Beppler (Grafik) und Klaus Lomnitzer (Malerei). Georg Peez berichtete auch, dass überraschenderweise im Institutsgebäude von Mitte Februar bis einschließlich Ende März 2014 umfangreiche Umbaumaßnahmen an den Sanitäreinrichtungen vorgenommen werden, incl. De- und Neumontage der sanitären Objekte im EG bis 4. OG, ebenso ein Austausch der defekten Gussleitungen.


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Als im Januar die geplante Sprengung des AfE-Turms bekannt wurde, habe ich ihn noch einmal fotografiert, am Morgen vor unserem Alumni-Treffen dann die malerischen Reste im Sonnenschein, die nun auch zusehens verschwinden werden um einer neuen Baustelle Platz zu machen. Zum Glück steht aber „unsere“ Fabrik noch, sie wird allerdings zunehmend bedrängt von dem so genannten "Frankfurter Kulturcampus". Dessen erdrückende Ausmaße lassen die historischen Bauten des ehemaligen Straßenbahndepots wie auch unsere ehemalige Unionsdruckerei als zierliche Randbebauung erscheinen.






„Frankfurt ist ein Durchlauferhitzer“ benennt das Kerstin Lichtblau, die ja mit ihrer Edition den AfE-Turm im Handsiebdruck in vier Farbvarianten auf den Kunstmarkt gebracht hat und uns von ihren Folgeprojekten berichtete (AfE Turm printed @gold factory). Im kommenden Sommersemester wird sie am Institut einen Lehrauftrag für Siebdruck übernehmen – vielleicht können wir im Sommer dann schon die Resultate anschauen. Bis zum 9.3.2014 sind im Friedberger Kunstverein noch ihre „Augenmädchen“ zu sehen (www.kunstverein-friedberg.de) – vielleicht eine Anregung für unsere „Ehemaligen“ die im Friedberger Gymnasium als Kunsterzieher tätig sind…

Auch Kerstin Bußmann, Brigitte Grohganz, Angelika Schmidt-Herwig, Petra Saltuari und Prof. Dr. Otfried Schütz sind unterschiedlichen Generationen von Studierenden und Ehemaligen als Lehrende vertraut und treue Gäste unserer Alumni-Treffen.
Dass diese „Vernetzung“ der Alumni zu sehr kreativen internationalen Projekten führen kann, zeigte eindrucksvoll die von Aline von der Assen und Jutta Heun gemeinsam geplante und betreute Mail-Art-Ausstellung „Group Show / Fundamental Ephemeris“ im Bronx Art Space in New York im letzten September, über die wir schon im Blog berichtet hatten. Jens Lay und Jutta Heun waren in der Bronx vor Ort.

Für alle Anwesenden lagen auch Einladungen zum SCIENCE SLAM 2 am folgenden Tag sowie für das ebenfalls schon per email verschickte Symposium des Deutschen Exilarchivs am folgenden Wochenende bereit. Außerdem hat uns Pagona Paul, die leider diesmal nicht kommen konnte, für das Institut ein Exemplar ihres Kunstkalenders für 2014 aus dem Kunstatelier Fechenheim der Praunheimer Werkstätten zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank!

Das Gespräch in der diesmal sehr großen Runde zeigte die vielfältigen Interessen und Aktivitäten der Ehemaligen unterschiedlicher Generationen. Wieder verging die Zeit sehr schnell und viele Gespräche setzten sich beim anschließenden Rundgang durch die diesmal besonders umfangreiche Abschlussausstellung fort.

Sofern das Institut an seinem Beschluss festhält und im Sommersemester keine gemeinsame Semesterausstellung stattfindet, werden wir versuchen, am Ende des nächsten Semesters in Abstimmung mit den Veranstaltungen zur 100-Jahr-Feier der Goethe-Universität das nächste Treffen der Alumni-Initiative Kunstpädagogik zu organisieren. Der genaue Termin steht daher noch nicht fest, aber diesen Termin und alle weiteren aktuellen Mitteilungen und Berichte der Alumni-Initiative können Sie ja als Mitglied auch direkt über unseren „blogspot“ abrufen und natürlich auch selbst kommentieren.

Bei Interesse an der Alumni-Initiative Kunstpädagogik besteht die Möglichkeit, sich unter folgendem Link im Alumni-Portal der Goethe-Universität anzumelden:
http://alumni-portal.uni-frankfurt.de/

Außerdem sind wir auch bei Facebook aktiv – Sie finden uns dort unter
“Ehemalige des Kunstinstituts Frankfurt a.M.“

Mit herzlichen Grüßen aus der “Kunstfabrik“

Prof. Dr. Adelheid Sievert


Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 10. Treffens:

Aline von der Assen, Aga Barnett, Dr. Kerstin Bußmann, Daniela Colic, David Geist, Katrin Görler, Helga Franke-Schafarczyk, Brigitte Grohganz, Jutta Heun, Andrea Issabeigloo, Patricia Janning, Jens Lay, Kerstin Lichtblau, Birte Metzdorf, Claudia Palotas-Wagner, Prof. Dr. Georg Peez, Andrea Pöschko, Dr. Petra Saltuari, Eva Sauterleute,  Dr. Angelika Schmidt-Herwig, Prof. Dr. Otfried Schütz, Prof. Dr. Adelheid Sievert, Dana Tamara Trieb

Kunst per Post



Die in der Ausstellung Fundamental Ephemeris in New York gezeigte Kunst war vielfältig und anspruchsvoll: Zeichnung, Malerei, Video und Performance, - gemeinsam hatten alle Werke, dass sie von den Künstlerinnen und Künstlern per Brief an den Bronx Art Space gesendet wurden.



Im Institut für Kunstpädagogik in Frankfurt lernten sich die beiden Studentinnen Aline von der Assen und Jutta Heun in einem Seminar der Zeichnerin Astrid Stricker kennen - das war 2003. Seit dem verbinden zahlreiche gemeinsam realisierte Ausstellungen die beiden in Frankfurt lebenden Künstlerinnen.



2012 beschlossen sie eine Mail-Art-Initiative zu gründen „The Magic Cube“. Fast ein Jahr dauerte die Vorbereitung und Planung der Ausstellung Fundamental Ephemeris in New York, denn obwohl es sich um ein Mail Art Projekt handelt, mussten viele organisatorische und logistische Fragen geklärt werden.



Mail Art ist Kunst per Brief: unkompliziert, unhierarchisch, unkommerziell und vor allem im Din A 4 Format. „Mail Art blühte ab den 1950igern bis zum Ende der 1980iger. Sie zeichnet sich durch ihr kleines Format und den Transport der Kunstwerke mit der Post aus, betont aber vor allem das weitläufige Netzwerk von Künstlerinnen und Künstlern, denen es immer wieder um Kommunikation über Grenzen hinweg geht. Mail Art ist eine politische Form des Ausstellungsmachens“, erklärt von der Assen, die sich seit ihrem Aufbaustudium an der University of the Arts in London mit Mail Art und anderen Partizipatorischen Kunstformen intensiv auseinandergesetzt hat.



Fundamental Ephemeris im Bronx Art Space zeigte vom 1. bis 14. September 2013 Werke von



Aleksandra Frankowska (PL), Anja Priska (GB), Anke Röhrscheid (D), Astrid Stricker (D), Bernd Metz (D), Birgitta Weimer (D), Charles Geiger (USA), Chris Shaw (GB), Christoph Borowiak (D), Cordula Hofmann (D), Dede Handon (D), Dieter Hoffmeister (D), Eric Decastro (D), Eva-Maria Kollischan (D), Eva Scheuter (CH), Eva Weingärtner (D), Geza Adasz (D), Gudrun Klöckner (D), Ina Holitzka (D), Jens Lay (D), Jutta Heun (D), Line Krom (D), Loizos Olympios (CY), Maha Zarkout (D), Max Holicki (D), Max Pauer (D), Monika Linhard (D), Nestor Madalengoita (USA), Sibylle Feidt (LU), Walli Bauer (D), Wang Ip Sszto (GB), Zeesy Powers (CA)



Insgesamt 32 internationale Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich an der Ausstellung, viele davon sind mit dem Institut für Kunstpädagogik in Frankfurt assoziiert: Bernd Metz, Cordula Hoffmann, Eva-Maria Kollischan, Geza Adasz, Jens Lay, Max Holicki und Astrid Stricker.



Mehr Bilder, weitere Infos, kommende Projekte unter






v. l. n. r.  Aline von der Assen, Jutta Heun und Linda Cunningham
(Bild mit Genehmigung von Jutta Heun)


Besucherbuch des BronxArtSpace
(Bild mit Genehmigung von Jens Lay)


Installationsansichten
(Bilder mit Genehmigung von Jens Lay)


Installationsansichten
(Bilder mit Genehmigung von Jens Lay)
  

Vernissage am 1. September 2013 im BronxArtSpace
(Bilder mit Genehmigung von Jens Lay)