14. Alumni-Treffen am 9. Februar 2016




Liebe Ehemalige und Studierende des Instituts für Kunstpädagogik!

Zum Abschluss des Wintersemesters 2015/2016 hat ab 16 Uhr am 9. Januar 2016 im Institut in der Sophienstraße unser 14. Alumni-Treffen stattgefunden – dass es diesmal der Fastnachtsdienstag war, blieb jedoch ohne Auswirkungen. Aline von der Assen, die weiterhin die Organisation der Alumni-Initiative Kunstpädagogik betreut, hat uns dabei fotografiert und auch die Fotocollage
gestaltet.

Seit unserem letzten Treffen haben wir ja mehrfach über unsere facebook-Seite über Gruppen- und Einzelausstellungen von Alumni informiert – wir machen das gern, wenn Sie uns Ihre Einladungen rechtzeitig vorher zusenden. Im Herbst hatten wir so auch bereits mit einem Nachruf von Professor Schütz über den Tod unseres langjährigen Dozenten und Honorarprofessors Jean-Christophe Ammann berichtet, der mit seinen Lehrgesprächen vor dem Original im Museum viele Generationen von Studierenden für die zeitgenössische Kunst gewonnen hat. Doch inzwischen gibt es auch einige gute neue Nachrichten: So hat Daniela Colic im November ihre Promotion bei ihrem „Doktorvater“ Georg Peez mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen, mehrere Alumni hatten ja an ihren Befragungen zum Einfluss der universitären Bildungsphase und der Biografie auf die Entwicklung kunstpädagogischer Professionalität mitgewirkt. Inzwischen ist sie als Referendarin in Rheinland-Pfalz tätig. Fabian Hofmann, ebenfalls von Prof. Dr. Georg Peez betreut, hat während seiner Mitarbeit im kunstpädagogischen Team der Schirn Kunsthalle mehrfach Lehraufträge am Institut mit durchgeführt und Praktika betreut. Er wurde zum Wintersemester 2014/15 als Professor für ästhetische Bildung und Erziehung in der Kindheit an die Fliedner Fachhochschule Düsseldorf berufen nachdem er zeitgleich seine Promotion im Februar 2015 ebenfalls mit „sehr gut“ abgeschlossen hatte.
Prof. Dr. Christina Griebel, die einige Zeit als Doktorandin und als Mitarbeiterin im Bereich Grundlagen der Malerei an unserem Institut tätig war, wechselte zum Sommersemester 2015 von Heidelberg/Berlin auf die neu geschaffene Professur für Kunstdidaktik an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
Grit Weber, die 2002 ihr kunstpädagogisches Studium mit einer Magisterarbeit über „Bilder von Jugendlichen in der zeitgenössischen Fotografie“ (an Beispielen von Larry Clark, Rineke Dijkstra und Nina Schmitz) bei uns abgeschlossen hatte und seither u.a. in der Kunstabteilung der Dresdner Bank und beim Journal Frankfurt tätig war, ist seit 2015 stellvertretende Direktorin am Museum für Angewandte Kunst MAK in Frankfurt am Main.
Wie ich bereits im Sommer berichtetet habe, ist der „Gisèle-Freund-Platz“ inzwischen im Wegeplan der Goethe-Universität eingetragen, die damals vorgesehene feierliche Eröffnung ist jedoch noch nicht erfolgt. Bereits im September 2015 hatte ich auf Anfrage auch einen 2001 erstmals veröffentlichten Text zur Fotografin Gisèle Freund ergänzt und aktualisiert für eine geplante Publikation des Cornelia-Goethe-Centrums zur „Geschichte von Frauen und Wissenschaft im 100. Jahr der Goethe-Universität“ abgeliefert, die bisher auch noch nicht erschienen ist… Wir werden die weitere Entwicklung dieser Projekte beobachten!

 

Besuch bei Prof. Albert Kiefer (97 Jahre!) in Rastatt
Im Vordergrund neue Experimente mit Drahtgittern

Ende Oktober 2015 habe ich endlich meinen lange versprochenen Besuch bei unserem ältesten „Ehemaligen“ Professor Albert Kiefer gemacht, von dem ich hiermit alle die ihn kennen herzlich grüße. Er lebt  weiterhin mit Unterstützung einer Hausfrau in seinem Haus in Rastatt, erfreut sich guter Gesundheit und beginnt täglich schon am frühen Morgen mit seiner künstlerischen Arbeit, die er, unterbrochen von einem kleinen Spaziergang und einer Mittagspause, bis in den Abend fortsetzt! Als ich ihn jetzt am Tag nach unserem Alumni-Treffen am Telefon erreichte, berichtete er von den Vorbereitungen für eine neue Ausstellung in einer Buchhandlung in Rastatt und einem Essen mit seinen drei Kindern auf der Bühler Höhe im Schwarzwald. Anlässlich der großen Retrospektive im Centre Pompidou,  Paris (bis 18.4.2016) zum 70. (!) Geburtstag seines Sohnes Anselm Kiefer ist übrigens ein sehr lesenswertes Gespräch mit dem Künstler von Heinz-Norbert Jocks im „Kunstforum international“ Bd. 238 Februar-März 2016, S.222ff. erschienen.

Ebenfalls sehr herzliche Grüße konnte ich von unserer Alumna Frau Irmgart Zoehrlaut in Darmstadt übermitteln, die leider gesundheitlich nicht in der Lage ist, uns zu einem Treffen zu besuchen, aber sich wie Herr Professor Kiefer auch über interessierte Besucherinnen und Besucher freuen würde.

Beim Blättern in unseren Alumni-Akten war mir ja im vorigen Jahr aufgefallen, dass am 17. Juni der 100. Geburtstag unserer früheren Kollegin Frau Professor Dr. Gertrud Weismantel wäre. Inzwischen hat sich unserer Kollege Professor Wolf Spemann bereit erklärt, zu diesem besonderen Tag eine Würdigung für die Goethe-Universität zu verfassen.

Über aktuelle Entwicklungen im Institut informierte anschließend Georg Peez. So wurde die Professur für Malerei und Grafik im letzten Sommer ausgeschrieben, die Berufungskommission hat mehrmals getagt und zu Anfang des Sommersemesters 2016 werden voraussichtlich die universitätsöffentlichen Vorträge der Bewerberinnen und Bewerber stattfinden. Die ehemals separaten Professuren für Grafik und für Malerei wurden - wie bereits vor fast zehn Jahren beschlossen - zu einer Professur zusammengelegt. Weiterhin ist der Master-Studiengang in Arbeit, der den auslaufenden Magisterstudiengang ersetzen soll. Das Akkreditierungsverfahren ist äußerst bürokratisch, um dieses kümmert sich federführend Frau Prof. Dr. Birgit Richard (Schwerpunkt Neue Medien) und ihr Team. In Hinblick auf einen möglichen Umzug des Instituts auf den Campus Westend gibt es derzeit keine Neuigkeiten.
Georg Peez berichtete ebenfalls noch davon, dass die schon seit vielen Jahrzehnten existierende letzte volle Abordnungsstelle einer Lehrerin beziehungsweise eines Lehrers an das Institut von der sogenannten "Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung" (ABL) der Goethe-Universität um die Hälfte gekürzt wurde, was eine starke Schwächung der Fachdidaktik am Institut bedeutet. Die gestrichene Hälfte der Stelle schlägt sich der Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität zu. Alle Proteste hiergegen haben leider nichts geholfen. So schwächen die Erziehungswissenschaften der Universität bewusst die Fachdidaktiken einzelner, vor allem kleiner Fächer.

Prof. Dr. Otfried Schütz  berichtete über den sehr erfolgreichen Verlauf seiner – wie immer neu erarbeiteten und dann frei vorgetragenen - Vorlesung ‚Primitivismus‘ und die Kunst des 20. Jahrhunderts im Rahmen der Universität des 3. Lebensalters.

Aline von der Assen und Jutta Heun stellten den inzwischen fertig gestellten Katalog zu ihrem  Mail Art Projekt „The Magic Cube“ vor, der die Ausstellungen in New York und Frankfurt mit insgesamt knapp 60 künstlerischen Positionen zum Thema Zeit zusammenfasst. Der Katalog enthält Abbildungen aller künstlerischen Arbeiten, Textbeiträge von Aline von der Assen und Jutta Heun und ein ausführliches Gespräch mit Jean-Christophe Ammann, das noch kurz vor seinem Tod geführt wurde. Der Katalog ist über Amazon erhältlich: Fundamental Ephemeris: Internationale Mail-Art-Ausstellung New York – Frankfurt. ISBN-10: 3738650695.
Aktuelle Ausstellungsprojekte von Aline von der Assen sind unter www.fundamentalephemeris.wordpress.com einsehbar.
Jutta Heun berichtete zudem auch von ihrem gelungenen Künstleraustausch
mit der Galerie Taller Gravura aus Malaga. Aufgrund des Erfolgs wurde sie zu einer weiteren Ausstellung nach Malaga eingeladen. Außerdem plant sie dort in einer Projektgalerie am Hafen einen Künstlerworkshop mit anschließender Einladung zu einem Rundgang. Auf nach Andalusien!

In der anschließenden Gesprächsrunde stellten sich die anwesenden Alumni mit ihren aktuellen Vorhaben, beruflichen Veränderungen und Perspektiven vor, aus denen sich dann wieder interessierte Gespräche entwickelten. Abschließend konnten noch einmal die ausgelegten großformatigen Ausstellungsplakate, Kunstposter und didaktischen Lehrmaterialien meiner Sammlung gesichtet und gegen kleine Spenden zur weiteren Verwendung mitgenommen werden.

 
Um 19 Uhr wechselten die meisten in die Halle, um dort die Eröffnung der jährlichen Abschlussausstellung nicht zu versäumen.
Das nächste Treffen der Alumni-Initiative Kunstpädagogik findet vermutlich „wie immer“ am Ende des nächsten Semesters statt, der genaue Termin steht aber noch nicht fest. Den neuen Termin wie auch alle weiteren aktuellen Mitteilungen und Berichte der Alumni-Initiative können Sie direkt über unseren Blog abrufen und natürlich auch kommentieren.

Außerdem sind wir auch bei Facebook aktiv – Sie finden uns dort unter
“Ehemalige des Kunstinstituts Frankfurt a.M.“




Mit herzlichen Grüßen aus der “Kunstfabrik“


Prof.(em.) Dr. Adelheid Sievert



Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 14. Treffens der Alumni:
Aline von der Assen, Guido Blume, Dr. Kerstin Bußmann, Helga Franke-Schafarczyk, Brigitte Groganz, Raul Gschrey, Jutta Heun, Vera Kartschewski, Jens Lay, Joachim Menniken, Prof. Dr. Georg Peez, Andrea Pöschko, Dr. Angelika Schmidt-Herwig, Prof. Dr. Otfried Schütz, Prof. Dr. Adelheid Sievert


Foto: Dieter Hoffmeister
Foto: Dieter Hoffmeister





Als ich Mitte September endlich in Venedig ankam, um dort wie alle zwei Jahre die Biennale zu besuchen, entdeckten mein Mann und ich zufällig die  Ausstellung "The Light, The Shade, The Depth" der Koreanerin Minjung Kim - kuratiert von Jean-Christoph Ammann! (www.luxembourgdayan.com) Da im Erdgeschoss ein Video der Künstlerin im Gespräch mit Ammann gezeigt wurde und die Künstlerin auch anwesend war, sprach ich sie an und erzählte, daß ich aus Frankfurt von dem Institut komme, in dem ihr Kurator viele Jahre als Honorarprofessor gelehrt hatte und sie schenkte mir ihren Ammann gewidmeten Ausstellungskatalog mit einem einführenden Text von ihm. Erst bei meiner Rückkehr erfuhr ich erschrocken, dass Jean-Christophe Ammann zu dieser Zeit bereits gestorben war und mit Hilfe von Volker Bunte, auch einem unserer Alumni, fanden wir dieses Video im Internet - in seiner Frankfurter Wohnung sein vielleicht letzten dokumentiertes Künstlergespräch (Minjung Kim in Conversation with Jean-Christophe Ammann by Enrico on 3. April 2015 Vernissage.TV)! (Der Beitrag kann unter folgender URL abgerufen werden: http://vernissage.tv/2015/04/03/minjung-kim-in-conversation-with-jean-christophe-ammann/)
Mein Kollege Professor Otfried Schütz, der seinerzeit den jungen Direktor des MMK zunächst als Dozenten für unser Institut gewonnen hatte und dann auch die Initiative zur Honorarprofessur zum Erfolg führte, war sofort bereit, für uns auch diesen Nachruf zu verfassenden - ganz herzlichen Dank auch dafür!

Ihre

Prof. Dr. Adelheid Sievert



Im September 2015 starb Jean-Christophe Ammann, Kollege und vielgerühmter Vermittler der zeitgenössischen Kunst, nach langer Krankheit in Frankfurt. Seit 1992 nahm er an unserem Institut einen Lehrauftrag wahr, mit dem er viele Studierende an die zeitgenössische Kunst, die er in seinem von ihm geführten Museum für Moderne Kunst präsentierte, heranführte. Er schaffte nicht selten das Kunststück, sprechen über das Unaussprechliche der Kunst zu lehren – unvergessen sind seine fast prophetischen Auftritte, in denen seine Gestik, Formulierungen  und Einfühlung vor den Artefakten auf den Zuhörer übersprangen. Daneben suchte er immer wieder den Kontakt zu Künstlern und künstlerisch tätigen Kollegen, aus deren Gesprächen sein Kernsatz der Kunstbetrachtung resultierte: ‚…auch so (wie der Künstler, O.S.) denken können’. Das empfahl ihn nachdrücklich für eine dauerhafte Einbindung in unser Institut, dem auch die Entscheidungsgremien zustimmten: 1998 wurde er auf Antrag des Institutes für Kunstpädagogik von der Universität zum Honorarprofessor ernannt. Gegen die Bedenken der Universitätsleitung verlegte ich seine Antrittsvorlesung in sein Museum und ich konnte in meiner Einführung als Dekan auch seine besonderen didaktischen Fähigkeiten herausstellen – in der anschließenden Vorlesung thematisierte er dann erotische Bildmotive in der japanischen Kunst, was teilweise lautstarke Kommentare einiger Zuhörer provozierte. Aber ikonographische Grenzüberschreitungen waren ihm eine Pflicht und Passion zugleich, womit er auch seine Arbeit im Museum immer wieder neu begründete und was ihm einen breiten Zuspruch bei seinen  Zuhörern sicherte. Für Generationen von Studierenden der Kunstpädagogik bleiben seine persönliche Begeisterung für das Lehrgespräch vor dem Original im Museum zugleich Vorbild und Ansporn, das Verständnis für die zeitgenössische Kunst weiter zu geben.

Prof. Dr. Otfried Schütz



Bericht vom 13. Alumni Treffen am 14.Juli 2015




Liebe Ehemalige und Studierende des Instituts für Kunstpädagogik!

Zum Abschluss des Sommersemesters 2015 hat am Dienstag, den 14. Juli 2015 im Institut in der Sophienstraße unser 13. Alumni-Treffen stattgefunden – diesmal eine Stunde später als gewohnt ab 17 Uhr um Berufstätigen die Teilnahme zu erleichtern. Aline von der Assen, die seit dem letzten Sommer die Organisation der Alumni-Initiative Kunstpädagogik betreut, hat uns dabei fotografiert und auch die Fotocollage
gestaltet. Anstelle der weißen Kaffeetafel war diesmal in der Mitte meine Sammlung von Ausstellungs- und Kunstplakaten zur Auflösung ausgebreitet.

Einführend berichtete ich über einige Entwicklungen und Ereignisse seit unserem letzten Treffen. Nachdem ich im Februar von meiner ersten Begegnung mit dem Stifterehepaar Margarethe und Dr. Martin Murtfeld erzählt hatte, haben sich hier sehr spannende Perspektiven eröffnet: Inzwischen hatte Frau Margarete Murtfeld die Idee entwickelt, die Fotoarbeiten von Gisèle Freund im Kontext der Goethe-Universität zu präsentieren und mit einer Tagung zu diskutieren. Bei einem ersten Treffen Anfang Mai mit der Vizepräsidentin und Politologin Prof. Dr. Tanja Brühl stellte sich heraus, dass bei der Neubenennung von Orten auf dem Campus Westend gerade jetzt ein „Gisèle Freund-Platz“ geschaffen worden war! Diesen glücklichen Zufall und das spontane Interesse der Vizepräsidentin wollen wir nun für die Vorbereitung einer Ausstellung im Wintersemester nutzen.

Auch im Namen der Alumni hatte ich Ende März Professor Albert Kiefer zu seinem 97. Geburtstag gratuliert, den er bei guter Gesundheit begangen hat. Die Gratulation der Alumni-Initiative für Professor Dr. Otfried Schütz zu seinem 80. Geburtstag mit einer Fotocollage hatten wir Anfang April bereits per email an alle verschickt – nun konnten wir ihm noch einmal persönlich ganz herzlich gratulieren. Am 4. Juli konnte Professor Dr. Wolf Spemann seinen 84. Geburtstag feiern, zu dem wir ihm natürlich auch gratuliert haben.

Beim Blättern in unseren Alumni-Akten war mir aufgefallen, dass im nächsten Jahr der 100. Geburtstag unserer früheren Kollegin Frau Professor Dr. Gertrud Weismantel wäre, mit Hilfe unseres Universitätsarchivs konnte ich inzwischen auch das Geburtsdatum ermitteln: Am 17. Juni 1916 als Tochter von Leo Weismantel geboren ist sie bereits im Alter von 73 Jahren 1989 überraschend gestorben – wir wollen an sie im nächsten Jahr zu ihrem 100. Geburtstag erinnern und bitten die ehemaligen Studierenden und Kolleginnen und Kollegen dabei um ihre Mithilfe! (Hinweise bitte per email oder Brief an mich schicken profsievert@web.de)

Ganz aktuell gab es in unserem Institut zudem eine Preisverleihung zu feiern: Der von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und der Goethe-Universität ausgelobte „1822-Universitätspreis für exzellente Lehre“, der seit 2002 jährlich auf Vorschlag von Studierenden vergeben wird, ging in diesem Jahr erstmals auch an einen Kunstpädagogen: Georg Peez, der seit 2010 die Professur für Kunstpädagogik inne hat mit Forschungsschwerpunkten in qualitativer empirischer Forschung, Evaluations- und Wirkungsforschung, digitalen Medien in Kunstunterricht und Kunstvermittlung, Dimensionen ästhetischen Verhaltens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie der Kreativitätsforschung, erhielt den mit 10 000 € dotierten und für Lehrprojekte einzusetzenden 2. Preis.



Prof. Dr. Birgitta Wolff (Präsidentin der Goethe-Universität), Wiebke Kuhnert und Tatjana Massing (Studierende und Laudatorinnen), Prof. Dr. Georg Peez (Preisträger), Dr. Arne Weick (Mitglied des Vorstands der Frankfurter Sparkasse), Prof. Dr. Tanja Brühl (Vizepräsidentin der Goethe-Universität).


Aus der Begründung: „Georg Peez hat sich in seinen Veranstaltungen vom Frontalunterricht verabschiedet: Er setzt auf vielfältige Vermittlungsformate: Kurze inhaltliche Impulse, Gruppenarbeiten, Diskussionsrunden werden mit dem Einsatz verschiedener Medien gepaart. In Vorlesungen setzt Georg Peez ein Audience-Response-System ein, durch das sich Studierende interaktiv via Smartphone, Tablet oder Laptop beteiligen können.“ Seine Studierenden resümieren: „Mit großem Einsatz und viel Empathie sowie mit hochschuldidaktischer Erfahrung und Neugierde setzt Georg Peez seit vielen Jahren universitätsweit beachtete innovative Impulse in der Hochschullehre.“





Georg Peez hatte bei der Preisverleihung die besondere Gelegenheit genutzt und mit der neuen Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff auch über die Zukunft des Instituts für Kunstpädagogik gesprochen. Die Existenz des Instituts für Kunstpädagogik an der Goethe-Universität ist nun glücklicherweise langfristig gesichert. In absehbarer Zeit wird das Institut zusammen mit allen anderen Instituten des Fachbereichs 9, die noch in Bockenheim verblieben sind, in ein neu zu errichtendes eigenes Gebäude am Campus Westend umziehen. Zudem wurde im Juni die schon seit vielen Jahren vakante Professur für Malerei und Grafik endlich ausgeschrieben, das Berufungsverfahren hat begonnen. Auch ist nun der schon seit Jahren beantragte Master-Hauptfach-Studiengang „Kunst – Medien – Kulturelle Bildung“ bald im Akkreditierungsverfahren. Er soll den auslaufenden Magisterstudiengang ersetzen. Sorge bereitet aber noch der strenge Nummer Clausus für alle Lehramtsstudiengänge, welcher leider einen massiven Rückgang an Studierendenzahlen bedeutet.

In der anschließenden Vorstellungsrunde erläuterten zunächst Aline von der Assen und Jutta Heun ihr Mail Art Projekt „The Magic Cube“, das im Anschluss an das Alumni Treffen mit der Ausstellung „Fundamental Ephemeris II“ in der Ausstellungshalle Werke von knapp 30 Künstlerinnen und Künstlern aus Europa, den USA, Asien und Afrika zeigte. Die Ausstellung dauerte vom 14. bis zum 17.7. 2015.
Anlässlich dieser Ausstellung erscheint ein Katalog, der die Ausstellungen in New York (darüber hatten wir unter „Kunst per Post“ 2013 schon berichtet) und Frankfurt mit insgesamt knapp 60 künstlerischen Positionen zum Thema Zeit zusammenfasst. Er ist ab Ende August über Amazon erhältlich. Aktuelle Informationen sind unter www.fundamentalephemeris.wordpress.com abrufbar.

Anschließend gab es wie gewohnt eine kurze Vorstellung der anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wobei wir uns besonders über eine Gruppe gefreut haben, die das Alumni-Treffen für ein gemeinsames Wiedersehen in Frankfurt genutzt hat: Dr. Marion Baldus, die 1987 ihr Wahlfachstudium Kunst in ihrem Studiengang der Sonderpädagogik (L5) abgeschlossen hat und inzwischen an der Hochschule in Mannheim Professorin für Sozialwesen ist hatte sich mit den beiden ehemaligen Mitstudentinnen Ulrike Obenauer und Ele Möller-Janik zu unserem Treffen in der „Kunstfabrik“ verabredet – ihre sehr positiven Erinnerungen an ihr damaliges Kunststudium und ihre Freude über die nahezu unveränderte alte „Kunstfabrik“ haben sie spontan und herzlich mit uns geteilt. Vielleicht könnte dieses Beispiel auch andere motivieren, die bisher nur aus der Ferne unsere Einladungen und Berichte wahrgenommen haben, sich so mit ihren persönlichen „Ehemaligen“ wieder zu sehen…

Von der früheren Kollegin vom Gießener Kunstpädagogischen Institut Prof. Dr. Karin-Sophie Richter Reichenbach habe ich ihr neues Ausbildungs- und Fortbildungsprogramm für Kunstpraxis und Kunsttherapie zur Weiterleitung erhalten. Nach ihrer Pensionierung vor 5 Jahren hatte sie dies in ihrem Atelierhaus in Matzelsdorf am Millstätter See in Österreich aufgebaut. Nun bietet sie es auch in ihrem Wohnort Telgte im Münsterland an:
Facebook: Sophie Richter-Reichenbach; Link Institut für Kunstpraxis und Kunsttherapie

Prof. Dr. Otfried Schütz steckt schon in den Vorbereitungen für seine Vorlesung im Wintersemester 2015/2016, die sich mit dem Thema des Primitivismus in der Bildenden Kunst auseinandersetzen wird und hier auch insbesondere mit der sogenannten „Kunst der Kinder“ – ein sehr spannendes Thema! Im Rahmen der Universität des 3. Lebensalters sind alle Studierenden und als Gasthörer auch die Alumni herzlich zur Teilnahme mittwochs von 12-14 Uhr eingeladen.

Abschließend konnten alle mit den ausgelegten Ausstellungsplakaten und Kunstpostern vorwiegend aus den 80er und den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts (wie das klingt!) ihr eigenes Bildgedächtnis erproben… Zahlreiche Plakate fanden spontan neue Besitzer, die diese nicht nur für den eigenen Gebrauch, sondern auch als Material für ihre kunstpädagogische Praxis nutzen wollen.



Um 19 Uhr wechselten die meisten in die Halle, um dort die Ausstellungseröffnung nicht zu versäumen. Kurz nach 19 Uhr eröffnete Aline von der Assen die Ausstellung mit einer kurzen Einführung in das Ausstellungsformat Mail Art – „Love Letters and Desire Lines“, im Anschluss präsentierten die Künstler Wolfgang Klee, Cornelia Kube-Druener und Clemens Wolfart die Performance „Ein Walk About“ (2015). Der Journalist Günther Michels berichtete ausführlich über die Ausstellung. Der Bericht findet sich hier

Das nächste Treffen der Alumni-Initiative Kunstpädagogik findet vermutlich „wie immer“ am Ende des nächsten Semesters zusammen mit der Semesterausstellung statt, der genaue Termin steht aber noch nicht fest. Den neuen Termin wie auch alle weiteren aktuellen Mitteilungen und Berichte der Alumni-Initiative können Sie direkt über unseren Blog abrufen und natürlich auch kommentieren.

Außerdem sind wir auch bei Facebook aktiv – Sie finden uns dort unter
“Ehemalige des Kunstinstituts Frankfurt a.M.“

Mit herzlichen Grüßen aus der “Kunstfabrik“

Prof. Dr. Adelheid Sievert






Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 13. Treffens:

Aline von der Assen, Prof. Dr. Marion Baldus, Verena Brauner, Helga Franke-Schafarczyk, Angelika Grünberg, Jutta Heun, Jens Lay, Kerstin Lichtblau, Mona Löffler, Ele Möller-Janik, Ulrike Obenauer, Pagona Paul, Prof. Dr. Georg Peez, Prof. Dr. Otfried Schütz, Prof. Dr. Adelheid Sievert